Das wichtigste über Lab Grown Diamanten

Was ist der Unterschied zwischen Lab Grown Diamanten und klassischen Diamanten?

Was die Natur in Jahrmillionen erschafft, gelingt der Wissenschaft heute unter kontrollierten Bedingungen – ganz ohne Kompromisse in Qualität oder Authentizität.

Lab Grown Diamanten, oder auch LG Diamanten abgekürzt, entstehen unter Einsatz hochkomplexer Technologien in Laboren, wo Diamanten-Seeds unter hohem Druck zu prachtvollen Diamanten heranwachsen. Der Prozess dauert Wochen bis Monate und lässt sich nicht vollständig steuern – jeder Diamant entwickelt sich individuell. Das Ergebnis: echte Diamanten, nicht nur in ihrer Erscheinung, sondern auch in ihrer Substanz.

Wie natürliche Diamanten bestehen sie aus reinem Kohlenstoff, erreichen die höchste Stufe 10 auf der Mohs-Härteskala und erfüllen – oder übertreffen – die weltweit anerkannten Qualitätsstandards der 4C: Carat (Karat), Cut (Schliff), Clarity (Reinheit), Color (Farbe).

Sind Lab Grown Diamanten echte Diamanten?

Der einzige nennenswerte Unterschied zwischen Lab Grown Diamanten und natürlichen („echten“) Diamanten besteht in der Entstehung. Ansonsten sind beide Diamantarten identisch zueinander. LG Diamanten sind daher ebenfalls wie natürlich gewachsene Diamanten echt. Sie werden wie die natürlich gewachsenen Steine mit den gleichen Standards von unabhängigen, renommierten Instituten wie dem IGI oder SGL zertifiziert.

Sind Lab Grown Diamanten wertvoll?

Lab Grown Diamanten haben definitiv einen Wert. Da sie jedoch – anders als natürliche Diamanten – nicht künstlich beschränkt werden, sind sie zu einem erschwinglicheren Preis erhältlich. Das führt dazu, dass beide Varianten auch einen unterschiedlichen Wert auf dem Diamantenmarkt erzielen.

Was sind die Vorteile von Lab Grown Diamanten?

Neben der identischen physikalischen und chemischen Zusammensetzung haben die LG Diamanten gegenüber den naturgewachsenen Steinen einige Vorteile.

So ist die klassische Gewinnung in Minen von natürlichen Diamanten mit vielen Risiken für Mensch und Natur verbunden. Die LG Diamanten Herstellung ist dabei wesentlich nachhaltiger und ressourcenschonender und sollte bei der Wahl des passenden Schmuckstücks einbezogen werden.

Obwohl sich die Lab Grown Diamanten mit bloßem Auge nicht von naturgewachsenen Steinen unterscheiden, haben sie ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis.

Qualitätsmerkmale von Diamanten

Sowohl natürlich gewachsene als auch LG Diamanten werden nach international anerkannten Qualitätskriterien bewertet – den sogenannten 4 Cs: Karatgewicht (Carat), Farbe (Color), Reinheit (Clarity) und Schliff (Cut). Zusätzlich fließt auch die Fluoreszenz in die Beurteilung ein.

Zertifizierungen beider Diamantarten werden von renommierten Institutionen wie SGL, IGI, GIA und weiteren Laboren ausgestellt.

Durch diese zertifizierte Prüfung wird jeder Diamant eindeutig identifizierbar und ist nicht mit anderen Steinen austauschbar. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass der Diamant konfliktfrei und unter nachhaltigen Bedingungen entstanden ist.

Lab Grown Diamanten – mit Ausnahme besonders kleiner Steine – verfügen über eine mikroskopisch feine Lasergravur auf dem Girdle (dem Rundist des Steins). Diese Gravur enthält die individuelle Zertifikatsnummer, die mit einer Lupe sichtbar ist und mit der auf dem offiziellen Bericht übereinstimmt.

Dadurch erhalten Sie maximale Transparenz und Sicherheit: Sie können zweifelsfrei nachvollziehen, dass der geprüfte Stein exakt dem entspricht, der im unabhängigen Diamanten Zertifikat beschrieben ist.

Qualitätsmerkmale von Diamanten: Colour (Farbe)

Diamanten sind in der Regel farblos oder nahezu farblos. Besonders begehrt sind jene Steine, die keinerlei Farbtönung aufweisen – denn nur vollkommen farblose Diamanten können das Licht ungehindert im gesamten Farbspektrum reflektieren. Ihre außergewöhnliche Reinheit macht sie besonders selten und wertvoll.

Zur Bestimmung der Farbqualität dient eine international anerkannte Bewertungsskala. Höchste Bewertungen erhalten Diamanten der Farbstufen D (hochfeines Weiß+) bis G (feines Weiß).

Davon ausgenommen sind sogenannte Fancy Diamonds – seltene Edelsteine mit intensiver natürlicher Farbgebung. Diese entstehen durch Spurenelemente wie Stickstoff oder Silizium, die sich im Kristallgitter einlagern. Dadurch ergeben sich Farbtöne von zartem Blau-Weiß bis hin zu tiefem Braun oder Schwarz.

Qualitätsmerkmale von Diamanten: Carat (Gewicht)

Ein metrisches Karat entspricht exakt 0,2 Gramm.
Grundsätzlich gilt: Je höher das Karatgewicht (ct.) eines Diamanten, desto wertvoller ist er – vorausgesetzt, auch die übrigen Qualitätsmerkmale stimmen.

Qualitätsmerkmale von Diamanten: Clarity (Reinheit)

Die meisten Diamanten enthalten natürliche Einschlüsse – winzige innere Merkmale, die bei der Entstehung des Steins entstehen.

Je unauffälliger diese sind, desto klarer wirkt der Diamant und desto besser reflektiert er das Licht.

Als lupenrein gelten ausschließlich Diamanten, bei denen selbst unter zehnfacher Vergrößerung durch geschulte Gemmologen keine Einschlüsse sichtbar sind. Solche Steine zählen zu den wertvollsten ihrer Art.

Qualitätsmerkmale von Diamanten: Cut (Schliff)

Jeder Schliff verändert den Charakter und den Wert eines Diamanten. Ziel dieser kunstvollen Bearbeitung ist es, maximale Brillanz und eine eindrucksvolle Lichtzerlegung zu erzielen.

Besonders der Brillantschliff bei runden Diamanten bringt das sogenannte „Feuer“ des Steins – die Aufspaltung des einfallenden Lichts in seine Spektralfarben – besonders intensiv zur Geltung.

Zur Bewertung der Schliffqualität existieren präzise Standards. Man unterscheidet unter anderem zwischen dem Single Cut (meist kleine, runde Diamanten mit 16 oder 17 Facetten) und dem Full Cut, auch als Brillantschliff bekannt, mit 57 oder 58 Facetten. Weitere gängige Schliffarten sind beispielsweise Princess oder Marquise.

Die Ausführung des Schliffs wird auf einer Skala von „poor“ (gering) bis „excellent“ (exzellent) beurteilt – ebenso wie die Symmetrie und die Politur, die den finalen Feinschliff verleiht.

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